Donnerstag, 2. März 2017

Mug Rug Mania

Seit Anfang des Jahres bin ich offiziell im Patchwork-Fieber. Und so gibt es heute von mir einen "Patchwork-RUMS"! :)




Angefangen hat das ganze mit einem "Christmas Tree Skirt" (einer Decke für den Weihnachtsbaum), den ich aus Zeitmangel erst nach Weihnachten genäht habe. Den wird es hier sicher später in diesem Jahr auch noch zu sehen geben. :) Das hat so viel Spaß gemacht, dass ich tiefer in das Thema Quilting einsteigen wollte. 

Da kam der Quilt Along von "6 Köpfe 12 Blöcke" gerade recht. An der Aktion beteiligen sich verschiedene Bloggerin und posten bis Ende 2017 jeden Monat in ihrem Blog eine Anleitung für einen Quilt-Blog. Ausgeschrieben war der Quilt Along für Anfänger und ich war sofort Feuer und Flamme. Der Januarblock war schnell genäht - mangels richtiger Patchworkstoffe und zum Üben erstmal aus Fahnentuch. 

Mit dem Ergebnis war ich noch nicht ganz zufrieden, da sich das Fahnentuch ziemlich verzogen hatte. Ich hatte aber Blut geleckt und beschloss, mir bei der nächsten Gelegenheit "richtige" Patchworkstoffe zu besorgen. Nur wie die Wartezeit bis dahin überbrücken? Schöne Patchworkstoffe in großer Auswahl sind in Bremen und umzu leider nicht so leicht zu kriegen. Es gibt zwar sogar einen Patchworkladen in Ritterhude, allerdings mit leider sehr begrenzten Öffnungszeiten.

Vom Quilt-Virus befallen durchstöberte ich das Netz nach Patchworkideen und stieß auf die Idee der Mug Rugs. Das sind große Untersetzer oder kleine Tischsets (je nach Betrachtungsweise) auf denen gerade genug Platz ist für einen Becher Tee oder Kaffee und eine kleine Süßigkeit dazu. Super zum Patchwork und Quilten üben und da wir einen Glastisch haben, auch eine gute Ergänzung für unser Wohnzimmer. :)

Den ersten und oben schon gezeigten Mug Rug habe ich nach dieser Anleitung genäht. Das Muster nennt sich "Flying Geese" und ich finde es einfach wunderschön.



Für den Mug Rug habe ich nur Stoffe aus meiner Restekiste verwendet. Das Binding habe ich per Hand genäht - das ist vielleicht eine Fummelei! ;) Aber es hat sich gelohnt.

Ich habe mich dabei vor allem nach diesem Tutorial von der Quiltmanufaktur gerichtet. Die Art, wie die Enden des Einfassungsstreifen miteinander verbunden sind, gefiel mir allerdings nicht ganz so gut. Daher habe ich mich bei dem zweiten Mug Rug, den ihr weiter unten seht, mal an einem sogenannten "Mitered joint" nach dieser Anleitung von Crazy Mom Quilts (ihr müsst ganz runterscrollen oder einfach auf der Seite nach "Mitered joint" suchen) versucht. Das gefällt mir persönlich besser.


Für meinen zweiten Mug Rug habe ich mich für das Muster "Railfence" entschieden. Ich hatte am Anfang ein bisschen Bammel, ob ich es wohl schaffe, die einzelnen Blocks sauber genug zu arbeiten. Am Ende war ich jedoch ganz erstaunt, wie gut alles zusammen passt.
Oben sieht man den Mug Rug im Einsatz mit einer Tasse Ostfriesentee und einem Buchweizen-Tartelette mit Marzipan-Sahne-Quark-Topping. Darauf karamelisierte Walnüsse und Birnenstückchen - yummy!! :)

Aber zurück zum Mug Rug, bevor ich hier vor Appetit auf die Tastatur sabbere. ;) 

Ich finde, dass Mug Rugs nicht nur ein gutes Mittel sind, Patchen, Einfassen und Quilten zu üben. Man kann an ihnen auch sozusagen relativ gefahrlos (d. h. ohne viel Stoff zu verbraten) neue Stoffkombinationen ausprobieren, die sich dann auf größere Quilt übertragen lassen.

Und obwohl man ja sagt, dass Eigenlob stinkt, muss ich zugeben, dass ich von der Stoffkombi des zweiten Mug Rugs so begeistert bin, dass ich diese Kombination auch für den Quilt, den ich im Rahmen des Bernina Medaillon Quilt Along nähe, verwenden werde. 


Richtig gelesen, ich bin anscheinend so nachhaltig infiziert, dass ich neben dem "6 Köpfe 12 Blöcke" auch Mitte Februar in den Bernina Quilt Along eingestiegen bin. :D Die ersten Ergebnisse kann ich hoffentlich bald hier zeigen. Im Gegensatz zu "6 Köpfe 12 Blöcke" ist dies ein Quilt Along für Fortgeschrittene und ich habe eine Weile gezögert, ob ich mitmachen soll. Aber ich habe mich getraut und bin bisher mit dem Zwischenergebnis ganz zufrieden. :)

Auf diesem Foto kann man den Railfence Mug Rug noch etwas besser erkennen. 



Ich mache mich jetzt an die Vernichtung des fotografierten Törtchens und schaue während dessen bei RUMS vorbei, was die anderen Ladies so genäht haben. :)

Liebe Grüße
Kathrin


Verlinkt beim: RUMS

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Wunderbüdel von Farbenmix (Adventskalendertasche 2016)

Mal wieder ist Dezember und ich habe mir für die Weihnachtsgeschenke viel zu viel vorgenommen. "Kaufen kann jeder, ich mache alles selbst" ist mal wieder das Motto, mit dem ich mich selbst schön unter Stress setze...

Ich bewundere die Leute, die im Oktober anfangen, Weihnachtsgeschenke zu werkeln. Ich nehme mir jedes Jahr vor, es DIESES Jahr auch so zu machen. Und meist immer klappt es doch nicht. (Ich muss zu meiner Verteidigung allerdings auch sagen, dass meine Mutter, meine Oma UND meine Schwiegermutter alle im Dezember Geburtstag haben und ich sie natürlich auch kreativ beschenken will!)

Also sehe ich es schon kommen - am Ende werde ich am 24. Dezember morgens wieder fleissig Gutscheine für meine Lieben basteln, da ich zumindest einen Teil der Geschenke nicht rechtzeitig fertig kriege. Aber ein bisschen Zeit bleibt ja zum Glück noch, vielleicht kriege ich auch doch noch alles hin... die Uhr läuft! ;)

Und als wenn das nicht alles schon zu viel wäre, ist da zu allem Überfluss noch der Farbenmix-Adventskalender. Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich dieses Mal wieder mitnähe (Gründe: siehe oben...). Aber nachdem mich 2015 die 5-Fach-Tasche aus dem Farbenmix-Adventskalender total begeistert hat (guckt doch mal hier), konnte ich nicht widerstehen und bin am 09.12. noch in den Sew Along eingestiegen.

Und das ist mein Ergebnis (aufgrund fehlenden Tageslichts unter der Woche leider nur Kunstlichtfotos, sorry!):


Die Tasche "Pack's ein" ist eine lässige Umhängetasche im Seesack-Style, die mitwächst! Oben seht ihr sie in normaler Größe und auf dem nächsten Foto ist oben der Vergrößerungsteil ausgeklappt.

Sie ist so schon richtig geräumig (im offenen Zustand ca. 50 x 40 cm) - vergrößert wird sie zur Riesentasche, die perfekt ist für spontane Besuche im Stoffladen. ;)

  

Die Zutaten für die Tasche hatte ich tatsächlich fast alle in meinem Fundus. Der Außenstoff ist blau-weiß gestreifter bzw. blauer Dralon von Stoff & Stil. Eigentlich verwendet man diesen Stoff eher für Liegestuhlauflagen oder Markisen, aber ich finde ich auch für Taschen gut, da er etwas strapazierfähiger ist als normale Webware. Allerdings fusselt er wirklich extrem, so dass meine Fusselbürste beim Nähen mein bester Freund war!

Der Innenstoff ist eine Baumwollwebware mit niedlichem Vogeldruck, die ich vor Jahren mal bei Ikea erstanden habe.


Damit man die Innenausstattung besser erkennen kann, habe ich die Tasche für das nächsten Bild auf links gekrempelt. Sie hat innen noch eine mit einem Druckknopf verschließbare Tasche für Kleinkram und einen praktischen Karabiner für einen Schlüsselbund (die findet man ja erfahrungsgemäß in so großen Taschen immer schwer wieder).


Das einzige was jetzt noch fehlt ist die Kordel für die Vergrößerung. Darum werde ich mich wahrscheinlich erst nach Weihnachten kümmern können. Macht aber nix, einsatzfähig ist sie trotzdem schon.

Und eher untypisch für mich baumelt draußen auch noch ein bisschen Deko an der Tasche dran.


Den kleinen Krebsanhänger und die Muschel hatte ich noch in meinen Schubladen. Ich finde sie passen gut zum maritimen Look der Tasche!

Falls ihr die Tasche auch nachnähen wollt, schaut einfach ab morgen bei Farbenmix vorbei. Es soll dort das E-Book zum Adventskalender ab dem 16.12. bis zum 23.12. noch kostenfrei zum Download geben!

Viele Grüße
Kathrin


Verlinkt bei:
RUMS
Farbenmix Adventskalendertasche 2016
tt-taschen -und-täschchen

Donnerstag, 10. November 2016

Männertaschen

Wenn man sich in der ¨Näh-Blogger-Welt¨so umschaut, hat man schnell den Eindruck, dass Männer chronisch ¨unterbenäht¨ sind. Erstens gibt es einfach sehr wenige Männer, die selber nähen, das ist wohl immer noch ein typisches Frauenhobby. Aber auch für Männer wird wenig genäht. Da gibt es tonnenweise Schnittmuster für Klamotten, Taschen und sonstiges für Frauen und Kinder, aber die Männer kommen immer irgendwie ein wenig zu kurz.

Auch ich nähe eher selten etwas für die Männer in meinem Leben, das muss ich ja zugeben. Manchmal mache ich es aber doch und zwar das letzte Mal zum Geburtstag von meinem Bruder. Und ich habe nicht nur einfach etwas für ihn genäht, sondern sogar einen kleinen Taschenschnitt für ihn konstruiert. 

Dass ich das Ergebnis hier noch zeigen wollte fiel mir allerdings erst eben gerade wieder ein, als ich auf dem Greenfietsen-Blog gesehen habe, dass im Taschen-Sew-Along 2016 das Motto für den Monat November ¨Mein eigener Taschenschnitt¨ lautet. Ich habe die Tasche zwar schon im Oktober genäht, aber ich hoffe, das sei mir verziehen.

Mein Bruder sollte eine kleine quadratische Tasche mit einem großen roten Kreuz drauf als Hausapotheke kriegen - für Medikamente, Pflaster und was man sonst noch so braucht und im Notfall gerne schnell griffbereit hat. So etwas fehlte ihm nämlich noch in seinem ansonsten gut ausgestatteten Junggesellenhaushalt. :)


Patinnen für diese Tasche standen die Vicky von Pattydoo und die große Aufsatztasche der Hip Bag von Schnabelina. Ich habe mir dort das Prinzip dieser Art von Tasche abgeschaut und mir dann einen Papierschnitt selbst erstellt.

Da die geplante Rote-Kreuz-Applikation etwas aufwändiger ist und ich mir noch nicht ganz sicher war, ob alles wie geplant klappen würde, habe ich vorher noch ein Probestück aus meinem geliebten Weltkartenstoff genäht. Diese Tasche hat sich dann gleich mein Mann unter den Nagel gerissen und nutzt sie seitdem für seine Kontaktlinsensachen. :)


Die Maße der Tasche sind ungefähr 12 x 18 x 5 cm, sie ist innen gefüttert und durch den langen Reißverschluss kommt man gut an den Inhalt ran. Schnell genäht ist sie auch, ich habe beide Taschen an einem Nachmittag fertig gestellt.


Falls ihr auch gerne so eine Tasche nähen wollt, hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar unter diesem Post. Dann digitalisiere ich den Schnitt und stelle ihn hier für euch zum Download ein.

Liebe Grüße
Kathrin


  

Donnerstag, 25. August 2016

Summer is back mit dem Maxikleid von Lillesol & Pelle

Eigentlich war mit dem Sommer gar nicht mehr zu rechnen gewesen, da sich das Wetter in den letzten Wochen schon so herbstlich präsentiert hatt. Und jetzt ist er plötzlich wieder da und ich freue ich mich darüber, euch doch noch mein Maxikleid von Lillesol & Pelle zeigen zu können!



Der Stoff für das Kleid - ein Viskosejersey von Stoff & Stil - war eigentlich für einen Jumpsuit (früher nannte man das Overall...) gedacht. Ich hatte mir auch schon fast das Schnittmuster für den Overall "Joy" von pattydoo gekauft, aber dann doch Zweifel gekriegt. Würde ich darin nicht aussehen wie in einem Schlafanzug? Ich konnte mir aus dem Stoff einen Overall an mir einfach nicht vorstellen (auch wenn Daniela von dem Blog Lusida likes vor ein paar Wochen einen schicken Overall aus genau diesem Stoff gepostet hat).

Gleichzeitig sagt mir eine innere Stimme, das ich unbedingt ein Maxi-Kleid brauche - diese Dinger sieht man im Moment ja auch überall und ich finde die echt toll! Ein Maxikleid konnte ich mir aus dem Stoff sehr gut vorstellen.

Bis zur Wahl des Schnittmusters verging dann allerdings noch ein bisschen Zeit. Ich habe mich letztendlich für das Maxikleid von Lillesol & Pelle entschieden, weil mir schon der Schnitt für das Knopfshirt (das zeige ich hier ein anderes Mal!) sehr gut gefallen hat. Das Shirt sitzt auch ohne Anpassungen bei mir super und ich habe gehofft, dass das bei dem Kleid auch so sein würde.

Und ich wurde nicht enttäuscht, denn wie erwartet ist auch beim Maxikleid die Passform für mich wirklich perfekt. Ich musste das Kleid nur etwas verlängern, ansonsten musste ich nichts ändern. Einfach zu nähen ist der Schnitt auch.



Das Schwierigste war eigentlich die Handhabung der großen Menge Stoff und das Zuschneiden unter Beachtung des Rapports. Damit habe ich mich ganz schön lange aufgehalten. Früher hätte ich die Stücke wahrscheinlich irgendwie zusammen genäht, aber mittlerweile ist es mir wichtig, dass an den Seiten das Muster möglichst gut aneinander passt. :)

Eine neue "Nähzutat" habe ich beim Nähen dann auch noch kennengelernt: das Framilonband, ein festes, durchsichtiges Gummiband, welches man bei Bedarf in die Träger und unter der Brust einnähen sollte. So leiern die Träger nicht aus und das Kleid sitzt unter der Brust schön eng.  


Und während ich mich so über mein Maxikleid freue, überlege ich gerade, ob ich von dem Stoff nicht "auf Vorrat" noch ein bisschen was bestellen soll. Er lässt sich einfach total gut verarbeiten und ich kann mir auch ein Shirt aus dem Stoff toll vorstellen. Und was den Jumpsuit betrifft - den nähe ich dann vielleicht ein anderes Mal.

Und wie ist das bei euch so? Habt ihr es auch schon mal gehabt, dass ihr aus einem für ein Projekt eigentlich schon fest eingeplanten Stoff dann doch was anderes genäht habt?

Liebe Grüße
Kathrin

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